UMBAU UND WEITERENTWICKLUNG
Das weitergeschriebene Haus.
Ein Haus, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Anbauten, Aufstockungen und wechselnde Nutzungen haben den Charakter des kleinen Dreiseithofs in Redwitz geprägt. Aus einem Gebäude mit Wohnungen und Geschäftsräumen entsteht durch behutsame Sanierung und gezielte Eingriffe ein neues Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten. Historische Strukturen werden sichtbar gemacht, natürliche Materialien ergänzen den Bestand und geben dem Haus eine neue Selbstverständlichkeit – ohne seine Geschichte auszulöschen.
ORT
Redwitz, Deutschland
KATEGORIE
Umbau und Sanierung / Wohn- und Geschäftshaus
JAHR
2015–2016
FOTOGRAFIE
Felix Meyer – Fotografie
LEISTUNGEN
Architektur, Innenarchitektur, Planung und Bauleitung

FASSADE UND BESTAND
Eine neue Schicht. Ein vertrautes Haus.
Die gewachsene Architektur des Hauses bleibt ablesbar. Im Erdgeschoss erhält die ehemalige Ladenfassade eine neue, vertikale Holzbekleidung, die dem Gebäude Ruhe und eine klare Gliederung verleiht. Eichenholzfenster und natürliches Material ergänzen den Bestand. Auch der Hof wird neu gestaltet: Naturstein tritt an die Stelle der zuvor asphaltierten Fläche und gibt dem Außenraum einen eigenständigen Charakter zurück.



MATERIALITÄT
Oberflächen, die man spürt.
Natürliche Kalkglätten prägen die Innenräume mit ihrer lebendigen Struktur und ihrem feinen Schimmer. Fugenlose Spachteloberflächen im Bad und zurückhaltende Einbauten schaffen eine ruhige Atmosphäre. Materialien werden nicht verborgen, sondern bewusst erlebbar gemacht – in ihrer Haptik, ihrer Wärme und ihrer Eigenständigkeit.

WEITERBAUEN IM BESTAND
Geschichte zeigen. Gegenwart leben.
Hinter den verputzten Wänden kommt das historische Fachwerk wieder zum Vorschein. Freigelegte Holzbalken erzählen von der Konstruktion und den Veränderungen des Hauses. Breite Holzdielen, natürliche Kalkoberflächen und eine reduzierte Gestaltung verbinden das Alte mit dem Neuen. So entstehen Räume, in denen die Geschichte sichtbar bleibt und dennoch ein zeitgemäßes Wohngefühl entsteht.


WOHNEN IM WANDEL
Räume, die weiterleben.
Was früher unterschiedlichsten Nutzungen diente, wird neu geordnet und weitergedacht. Wohnungen werden modernisiert, ehemalige Geschäftsräume erhalten neue Funktionen. Das Zusammenspiel aus sichtbarer Bausubstanz, warmem Holz und zurückhaltenden Eingriffen lässt Räume entstehen, die nicht neu wirken müssen, um sich neu anzufühlen.


INNENARCHITEKTUR IM DETAIL
Weniger. Aber bewusster.
Reduzierte Formen, präzise Einbauten und ausgewählte Materialien bestimmen die erneuerten Wohnbereiche. Eichenholz an den Fensterlaibungen, fugenlose Oberflächen und schlicht gestaltete Bäder und Küchen schaffen eine ruhige Einheit. Nicht das Neue steht im Vordergrund, sondern das selbstverständliche Miteinander der unterschiedlichen Zeitschichten.


